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MEINUNGANALYSEEU-HAUSHALT

EU-Chefin von der Leyen und der Verlust des Realitätsbezugs

Die EU-Ausgaben haben sich seit 2000 mehr als verdoppelt – Kostensenkung bei den vielen Sprachübersetzungen offenbar nicht mehr im Wortschatz der EU

Von Andreas W. Herb, CEO MBG Group, Paderborn

6 Minuten Lesezeit31 Quellen0 KorrekturenOffenlegung

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Inhalt

Die Europäische Union gibt heute mehr als zweieinhalbmal so viel aus wie im Jahr 2000: 216,4 Milliarden Euro im Jahr 2025 statt 83,5 Milliarden. Die Verwaltung aller EU-Organe kostet inzwischen 13,8 Milliarden Euro im Jahr.[1] Für Übersetzen und Dolmetschen in 24 Amtssprachen nennt die EU seit Jahren dieselbe Schätzung von rund einer Milliarde Euro, eine Zahl aus dem Jahr 2013.[2]

Die Analyse in gut drei Minuten (MP4, 10 MB), Stand 16.10.2026. Die Zahlen stimmen mit dem Text überein, teils gerundet. Abweichend nennt das Video für die Bananennorm die aufgehobene Verordnung 2257/94; heute gilt die Delegierte Verordnung (EU) 2023/2429. Dass die Kommission im Übersetzungsdienst Personal abbaut, erwähnt das Video nicht.

Ursula von der Leyen führt die EU-Kommission seit Dezember 2019. Seitdem sind die Gesamtausgaben bis 2025 um 36 Prozent gestiegen, die Verwaltungsausgaben um 33 Prozent.[1] Beim Gesamthaushalt geht der größte Teil auf den Corona-Aufbaufonds NextGenerationEU zurück; ohne ihn sind es knapp 10 Prozent. Die Verwaltung dagegen wächst ohne Sondertopf, bei praktisch gleicher Zahl an Planstellen: 39.130 im Jahr 2019, 39.309 im Jahr 2026.[1][3][4]

Wer die eigene Verwaltung bei diesen Zahlen weiter wachsen lässt und für die Übersetzung in 24 Sprachen nicht einmal eine bezifferte Sparvorgabe vorlegt, hat den Bezug zu den Menschen und Betrieben verloren, die das alles bezahlen. Was dahintersteht, zeigen die Zahlen seit 1980.

  • 216,4 Mrd. €

    EU-Ausgaben 2025, im Jahr 2000 waren es 83,5 Mrd. €

    Kommission[1]

  • 13,8 Mrd. €

    Verwaltungsausgaben 2025, 7,9 % des regulären Haushalts

    Kommission[1]

  • rund 96

    EU-Verordnungen im Monat, 2025

    EUR-Lex[5]

  • ≈ 1 Mrd. €

    für Übersetzen und Dolmetschen im Jahr

    Schätzung von 2013[2]

Alle Beträge in laufenden Preisen, nicht inflationsbereinigt.

Der EU-Haushalt seit 2000

Säulendiagramm der tatsächlichen Ausgaben des EU-Haushalts 2000 bis 2025 in Milliarden Euro. Die Ausgaben steigen von 83,5 Milliarden im Jahr 2000 über 148,5 Milliarden 2013 und 173,3 Milliarden 2020 auf den Höchstwert von 247,0 Milliarden im Jahr 2024 und liegen 2025 bei 216,4 Milliarden. Ab 2021 ist der Anteil von NextGenerationEU rot aufgesetzt; ohne ihn liegen die Ausgaben 2021 bis 2025 bei 173 bis 180 Milliarden.
Abbildung 1: Tatsächliche Ausgaben des EU-Haushalts 2000 bis 2025 in Milliarden Euro, rot der Anteil von NextGenerationEU. Quelle: Europäische Kommission, EU spending and revenue (Quelle 1). Laufende Preise, nicht inflationsbereinigt; NextGenerationEU nur mit den Zuschüssen, die über den Haushalt laufen. Anklicken zum Vergrößern.

Die Entwicklung verlief in Stufen: Die Osterweiterung 2004 hob die Ausgaben über 100 Milliarden Euro. Im Finanzrahmen 2014 bis 2020 gingen sie zunächst zurück, ab 2018 stiegen sie wieder deutlich. Der Sprung ab 2021 geht überwiegend auf NextGenerationEU zurück; 2024 flossen daraus allein 73,1 Milliarden Euro, und die Ausgaben erreichten mit 247,0 Milliarden Euro ihren Höchststand. Ohne NextGenerationEU lag der Haushalt 2021 bis 2025 relativ stabil bei 173 bis 180 Milliarden Euro.[1]

Wie viele EU-Verordnungen kommen pro Monat?

Die Zahl hängt stark davon ab, was gezählt wird. Die Tabelle zeigt die belastbarsten Zählungen, umgerechnet auf Monate.

EU-Rechtsakte nach Zählweise
ZählungZeitraumAnzahlpro Monat
Verordnungen einschließlich Änderungsverordnungen[5]20251.150≈ 96
Alle Rechtsakte[5]20252.567≈ 214
Verordnungen einschließlich Änderungsverordnungen[6]20231.146≈ 96
Dieselbe Zählung, Durchschnitt[6]2019–20231.023 je Jahr≈ 85
Verordnungen von Parlament und Rat (289), Rat (539) und Kommission (4.401)[7]07/2019–07/20245.229≈ 87
Alle verbindlichen Rechtsakte: Verordnungen, Richtlinien, Beschlüsse[7]07/2019–07/202411.219≈ 186
Verordnungen einschließlich Änderungsverordnungen[8]20151.269≈ 106

Der weitaus größte Teil sind Durchführungs- und delegierte Verordnungen der Kommission: technische Detailregeln, Zulassungen, Zolltarife, Lebensmittelzusätze. Gesetzgebungsakte von Parlament und Rat machen nur rund fünf Verordnungen pro Monat aus. EUR-Lex klammert zudem kurzlebige Agrar-Verwaltungsakte aus; mit ihnen läge die Zahl höher.[5][7]

Der Verwaltungsetat seit 1980

Säulendiagramm der Verwaltungsausgaben der EU 1980 bis 2025 mit einer Linie für ihren Anteil am Haushalt. Die Ausgaben steigen von 0,83 Milliarden ECU im Jahr 1980 über 2,33 Milliarden 1990 und 4,8 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf 13,8 Milliarden Euro im Jahr 2025. Der Anteil am Haushalt liegt bis 1999 zwischen 4 und 6 Prozent und steigt bis 2025 auf 7,9 Prozent. Eine senkrechte Linie zwischen 1999 und 2000 markiert den Wechsel der Quelle.
Abbildung 2: Verwaltungsausgaben 1980 bis 2025 (Säulen, bis 1998 in ECU) und ihr Anteil am Haushalt (Linie, ab 2021 am Haushalt ohne NextGenerationEU). Quellen: Kommission, Finanzbericht 2008 (Quelle 9) und EU spending and revenue (Quelle 1). Zwischen 1999 und 2000 wechselt die Quelle; laufende Preise. Anklicken zum Vergrößern.

Bis in die neunziger Jahre lag der Anteil der Verwaltung am Haushalt stabil zwischen 4 und 6 Prozent. Seit 2021 steigt er spürbar, 2025 auf 7,9 Prozent des regulären Haushalts.[1][9] Seit 2019 sind die Verwaltungsausgaben um 33 Prozent gestiegen, von 10,4 auf 13,8 Milliarden Euro.[1] Da die Planstellen seit 2009 kaum wachsen, dürften vor allem Gehälter, Pensionen, Gebäude und externe Kräfte die Kosten treiben. Das ist eine eigene Ableitung; eine Aufschlüsselung der Kommission dazu gibt es nicht.

Das EU-Personal seit 1979

Diagramm zum EU-Personal. Rote Punkte zeigen die Planstellen aller EU-Organe in Stichjahren: 16.162 im Jahr 1979, 23.483 im Jahr 1989, 30.814 im Jahr 1999, 39.919 im Jahr 2009, 39.715 im Jahr 2016, 39.130 im Jahr 2019 und 39.309 im Jahr 2026. Eine flache schwarze Linie zeigt den operativen Stellenplan der Kommission 2006 bis 2026 bei rund 19.000 bis 20.000 Stellen. Für 2026 ist das Gesamtpersonal einschließlich externer Kräfte mit 60.140 Vollzeitäquivalenten markiert.
Abbildung 3: Planstellen aller EU-Organe in Stichjahren, operativer Stellenplan der Kommission ab 2006 und Gesamtpersonal 2026. Quellen: Pegan 2017 (Quelle 10), EPRS 2020 (Quelle 3), Haushaltsentwurf 2027 (Quelle 4). Die 60.140 Vollzeitäquivalente schließen externe Kräfte und die Exekutivagenturen ein, nicht die dezentralen Agenturen. Anklicken zum Vergrößern.

Die Planstellen aller EU-Organe stiegen von 16.162 im Jahr 1979 auf 39.309 im Jahr 2026, auf das 2,4-Fache.[10][4] Seit 2009 liegen sie bei rund 39.000 bis 40.000; zwischen 2013 und 2017 sollten alle Organe und Agenturen ihr Personal um 5 Prozent verringern.[3] Hinzu kommen 2026 rund 20.000 Vollzeitstellen externer Kräfte. Mit den Exekutivagenturen arbeiten so rund 60.100 Vollzeitkräfte für die Organe.[4] Die dezentralen Agenturen zählen dabei nicht mit; sie haben 2026 weitere rund 16.100 Stellen.[11]

Die Kommission selbst hatte 2026 18.797 Planstellen im operativen Stellenplan, weniger als 2009 mit 20.384. Mit externen Kräften sind es 32.552 Vollzeitäquivalente.[4]

Zehn kuriose EU-Regeln

Eine Auswahl nach öffentlicher Wahrnehmung, mit Rechtsgrundlage und heutigem Stand. Behauptungen ohne Rechtsgrundlage, etwa die angebliche Kondomgrößen-Verordnung, sind bewusst nicht aufgenommen.

Zehn kuriose EU-Regeln und ihr Stand
RegelInhaltStand
Gurkenkrümmung, VO (EWG) 1677/88Gurken der Klassen Extra und I durften höchstens 10 mm Krümmung auf 10 cm Länge haben.[12]seit 1. Juli 2009 aufgehoben[13]
Bananenkrümmung, heute Delegierte VO (EU) 2023/2429Grüne Bananen müssen „frei von Missbildungen und anomaler Krümmung der Finger“ sein.[14]gilt, seit 1994 in wechselnden Verordnungen[14]
Wasser gegen Durst, VO (EU) 1170/2011Die Werbeaussage, regelmäßiges Wassertrinken könne das Risiko einer Dehydration verringern, wurde nach einem Verfahren von mehr als drei Jahren nicht zugelassen. Grund war die rechtliche Einordnung als Aussage zur Verringerung eines Krankheitsrisikos, nicht die Wirkung von Wasser.[15][16]gilt
Karotte als Frucht, RL 2001/113/EGFür Konfitüre gelten Tomaten, Karotten, Süßkartoffeln, Gurken, Kürbisse, Melonen und Rhabarberstängel als Früchte.[17]gilt
Staubsauger-Limit, VO (EU) 666/2013Nennleistung unter 1.600 Watt ab 2014, unter 900 Watt ab 1. September 2017.[18]gilt
Angebundener Deckel, RL (EU) 2019/904Kunststoffdeckel von Einweg-Getränkebehältern bis 3 Liter müssen fest mit dem Behälter verbunden bleiben.[19]Pflicht seit 3. Juli 2024
Hotel-Shampoo und Ketchup-Tütchen, VO (EU) 2025/40Verbot von Einweg-Pflegeartikeln im Hotel, Einweg-Kunststoff-Portionspackungen in der Gastronomie und Einweg-Kunststoffverpackungen für frisches Obst und Gemüse unter 1,5 kg.[20]ab 1. Januar 2030
Kein „Veggie-Steak“, VO (EU) 2026/173931 Fleischbezeichnungen, etwa Steak, Speck und Hähnchenfleisch, sind für pflanzliche Produkte verboten; „Burger“ und „Wurst“ bleiben erlaubt.[21]ab 19. August 2029
Pommes-Farbkarte, VO (EU) 2017/2158Die Frittiertemperatur muss unter 175 °C liegen; eine Farbkarte gut sichtbar in der Küche wird empfohlen.[22]seit 11. April 2018
Olivenöl-Kännchen, geplante Änderung 2013Restaurants sollten Olivenöl nur noch in versiegelten, nicht nachfüllbaren Flaschen anbieten.[23]nach Protesten zurückgezogen

Mehrere dieser Regeln haben einen sachlichen Hintergrund: Handelsklassen, Verbraucherschutz, Acrylamid in Lebensmitteln, Plastikmüll im Meer. Kurios wirken sie trotzdem, und sie zeigen, wie tief Brüssel ins Detail geht.

Übersetzungskosten: 24 Sprachen, keine Sparliste

Was Übersetzen und Dolmetschen kostet
KennzahlWert
Übersetzen und Dolmetschen, alle EU-Organerund 1 Mrd. € im Jahr, unter 1 % des Haushalts, gut 2 € je Bürger; Schätzung der Kommission von 2013[2]
Davon Übersetzen und Dolmetschenrund 800 Mio. € und rund 200 Mio. €, ohne Bezugsjahr[24]
Übersetzungsdienst der Kommissionrund 2,2 Mio. Seiten für rund 325 Mio. € (Zahlen von 2019)[25]
Übersetzungskosten von Kommission, Parlament und Rat414 Mio. € (2003), 511 Mio. € (2005)[26]
Kosten je übersetzter Seite 2005119 € (Parlament), 194 € (Kommission), 276 € (Rat)[26]
Übersetzungsdienst der Kommission 2025rund 2,5 Mio. Seiten, 1.895 Beschäftigte, 36 % ausgelagert[27]

Schon 2006 bemängelte der Europäische Rechnungshof, dass die Organe ihre Gesamtkosten für Übersetzungen und die Kosten je Seite nicht berechnen; nur die Kommission hatte es für 2002 getan.[26] Bis heute wird öffentlich nur die Pauschale von rund einer Milliarde Euro genannt.[2] Die Kommission baut im Übersetzungsdienst Personal ab und lagert mehr aus: Der Anteil ausgelagerter Übersetzungen stieg 2025 von 30,2 auf 35,7 Prozent.[28] Eine bezifferte Einsparvorgabe für die Sprachendienste ist aber nicht veröffentlicht. Das wäre ein konkreter Ansatzpunkt, um bei der Verwaltung zu sparen.

Was zur fairen Einordnung gehört

Über den Haushalt entscheidet nicht die Kommission allein. Den mehrjährigen Finanzrahmen beschließt der Rat einstimmig mit Zustimmung des Europäischen Parlaments; den Jahreshaushalt beschließen Rat und Parlament gemeinsam auf Vorschlag der Kommission.[29]

NextGenerationEU haben 2020 alle Mitgliedstaaten beschlossen und bis Mai 2021 ratifiziert, auch Deutschland.[30] Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerden dagegen 2022 zurückgewiesen.[31]

Gemessen an der Wirtschaftsleistung ist der reguläre Haushalt kaum gewachsen: Ohne NextGenerationEU entsprach er 2025 0,93 Prozent des Bruttonationaleinkommens der EU, im Jahr 2000 waren es 0,92 Prozent. Das ist eine eigene Rechnung aus der Datei der Kommission.[1] Alle Beträge sind in laufenden Preisen; seit 2000 ist die EU von 15 auf 27 Mitgliedstaaten gewachsen.

Andreas W. HerbCEO MBG Group, Paderborn

METHODIK


Methodik

Gesamtausgaben: 216,37 statt 83,45 Mrd. Euro sind ein Plus von 159 Prozent, das 2,6-Fache. Ohne NextGenerationEU (41,74 Mrd. Euro) sind es 174,63 Mrd. Euro, plus 109 Prozent.

Seit 2019: 159,10 auf 216,37 Mrd. Euro sind plus 36 Prozent; ohne NextGenerationEU 159,10 auf 174,63 Mrd. Euro, plus 9,8 Prozent. Verwaltung 10,38 auf 13,77 Mrd. Euro, plus 33 Prozent.

Verwaltung 1980 bis 2025: 13,77 Mrd. Euro geteilt durch 0,83 Mrd. ECU ergibt das 16,6-Fache. Anteil 2025: 13,77 geteilt durch 174,63 Mrd. Euro, 7,9 Prozent.

Pro Monat: Jahreswerte geteilt durch 12. Die Wahlperiode vom 2. Juli 2019 bis 15. Juli 2024 dauerte 60,45 Monate; 5.229 und 11.219 Rechtsakte ergeben 87 und 186 im Monat.

Personal: 39.309 geteilt durch 16.162 ergibt das 2,4-Fache. 60.140 Vollzeitäquivalente im Haushalt 2026 einschließlich 3.202 der Exekutivagenturen.

Bruttonationaleinkommen der EU laut Kommissionsdatei: 2000 9.085 Mrd. Euro, 2025 18.733 Mrd. Euro. 83,45 geteilt durch 9.085 ergibt 0,92 Prozent, 174,63 geteilt durch 18.733 ergibt 0,93 Prozent.

PRÜFUNG


Was vor der Veröffentlichung geprüft wurde

  • Alle Zahlen wurden am 16. Oktober 2026 an den Originalquellen geprüft, die Haushaltsreihen direkt in der Datei der Kommission (Quelle 1). Die Rechenwege stehen unter Methodik.
  • Gegenüber der eingereichten Fassung korrigiert: Die Unterzeile sprach von Ausgaben, die „Jahr für Jahr“ steigen; 2025 lagen sie unter 2024. Die 36 Prozent seit 2019 gelten nur mit dem Aufbaufonds, ohne ihn sind es knapp 10 Prozent. Die rund 60.100 Vollzeitkräfte schließen die Exekutivagenturen ein. Die rund 5.000 Agenturbeschäftigte für 2015 stammten aus einer älteren Sekundärquelle und sind entfallen; die 10,4 Milliarden Euro für 2019 stehen in der Kommissionsdatei, nicht im EPRS-Papier.
  • Entfallen ist die Zahl von 1.456 Rechtsakten der Kommission im Jahr 2025 (Gesamtmetall, Welt am Sonntag), weil sie Vorschläge und erlassene Rechtsakte zusammenzählt. An ihre Stelle tritt die EUR-Lex-Statistik für 2025 (Quelle 5, über eine Archivkopie vom 10. Juni 2026 gelesen, weil EUR-Lex automatische Abrufe sperrt).
  • Kuriose Regeln: Die Bananennorm steht heute in der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2429; die alte Verordnung 2257/94 ist aufgehoben. Die Werbeaussage zum Wasser scheiterte nicht an der Wirkung von Wasser, sondern an der rechtlichen Einordnung; das EFSA-Gutachten war negativ. Die Karotte steht in Anhang III der Konfitüren-Richtlinie. Bei den Pommes ist nur die Temperatur unter 175 °C Pflicht, die Farbkarte eine Empfehlung. Das Verbot der Verpackungsverordnung betrifft nicht nur Netze, sondern alle Einweg-Kunststoffverpackungen für Obst und Gemüse unter 1,5 kg.
  • Übersetzung: Die Milliarde stammt aus einer Schätzung der Kommission von 2013 (Quelle 2, Fassung April 2022). Die 414 Millionen Euro gelten für 2003. Eine aktuelle Vollkostenrechnung für alle Organe wurde nicht gefunden, eine bezifferte Sparvorgabe speziell für die Sprachendienste auch nicht. Die Kommission baut im Übersetzungsdienst aber Personal ab (Quelle 28).
  • Verwaltungsausgaben vor und nach 2000 stammen aus zwei Quellen mit unterschiedlicher Abgrenzung; die ältere Reihe liegt etwa 4 bis 6 Prozent niedriger. Das „16,6-Fache“ verbindet beide Reihen und ist nicht inflationsbereinigt.

QUELLEN


Quellen

Jede Nummer im Text führt zu ihrer Quelle. Die Herkunft steht an jedem Eintrag: amtlich, Medienbericht, Verband, Institut oder Datenportal.

  1. [1] Europäische Kommission, Stand 29.09.2026

    EU spending and revenue – Data 2000–2025 (Excel-Datei, Blätter 2000 bis 2025)

    Amtliche Quelle↑ zurück zum Text

  2. [2] Wissenschaftlicher Dienst des Europäischen Parlaments (EPRS), April 2022

    Multilingualism: The language of the European Union (PE 642.207)

    Amtliche Quelle↑ zurück zum Text

  3. [3] Wissenschaftlicher Dienst des Europäischen Parlaments (EPRS), Februar 2020

    Financing the EU's administration: Heading 7 of the 2021-2027 MFF (S. 4–6, Tabelle 3)

    Amtliche Quelle↑ zurück zum Text

  4. [4] Europäische Kommission, Juni 2026

    Draft General Budget 2027 – Working Document Part II: Human Resources of the EU institutions and Executive Agencies (S. 2–4, 8, 12, 69)

    Amtliche Quelle↑ zurück zum Text

  5. [5] EUR-Lex, Amt für Veröffentlichungen der EU, Stand 10.06.2026

    Statistiken zu Rechtsakten, Jahr 2025

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  6. [6] Demagog, 28.05.2024

    Akty prawne przyjmowane przez UE. Ile ich jest rocznie?

    Medienbericht↑ zurück zum Text

  7. [7] Camera dei deputati, 10.04.2025

    La legislazione dell'Unione europea, in: La legislazione tra Stato, regioni e Unione europea – Rapporto 2024-2025 (Tabelle 1)

    Amtliche Quelle↑ zurück zum Text

  8. [8] BBC News, 17.05.2016

    Reality Check: Are there 2,500 new regulations every year from the EU?

    Medienbericht↑ zurück zum Text

  9. [9] Europäische Kommission, 2009

    EU budget 2008 – Financial Report, Anhang 2: Ausgaben der Gemeinschaft 1958–2008

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  10. [10] Andreja Pegan, 2017

    The Bureaucratic Growth of the European Union, Journal of Contemporary European Research 13(2), Tabelle 1

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  11. [11] Europäische Kommission, Juni 2026

    Draft General Budget 2027 – Working Document Part III: Bodies set up by the EU having legal personality (Tabelle 1.5.8)

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  12. [12] Europäische Kommission, 15.06.1988

    Verordnung (EWG) Nr. 1677/88 zur Festsetzung von Qualitätsnormen für Gurken, Anhang II

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  13. [13] Europäische Kommission, 05.12.2008

    Verordnung (EG) Nr. 1221/2008 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1580/2007 hinsichtlich der Vermarktungsnormen, Art. 2 und 3

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  14. [14] Europäische Kommission, 17.08.2023

    Delegierte Verordnung (EU) 2023/2429, Anhang I Teil B Teil 11 (Bananen)

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  15. [15] Europäische Kommission, 16.11.2011

    Verordnung (EU) Nr. 1170/2011 über die Verweigerung der Zulassung bestimmter gesundheitsbezogener Angaben

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  16. [16] idw – Informationsdienst Wissenschaft (Leibniz Universität Hannover), 22.11.2011

    EU-Verordnung: Wasseraufnahme verringert Dehydration nicht

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  17. [17] Rat der EU, 20.12.2001

    Richtlinie 2001/113/EG über Konfitüren, Gelees, Marmeladen und Maronenkrem, Anhang III Teil A

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  18. [18] Europäische Kommission, 08.07.2013

    Verordnung (EU) Nr. 666/2013, Ökodesign-Anforderungen an Staubsauger, Anhang I

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  19. [19] Europäisches Parlament und Rat, 05.06.2019

    Richtlinie (EU) 2019/904 über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt, Art. 6 und 17

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  20. [20] Europäisches Parlament und Rat, 19.12.2024

    Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle, Art. 25 und Anhang V

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  21. [21] Europäisches Parlament und Rat, 08.07.2026

    Verordnung (EU) 2026/1739 zur Änderung der Verordnungen (EU) Nr. 1308/2013, (EU) 2021/2115 und (EU) 2021/2116 (Stärkung der Position der Landwirte), Art. 1 Nr. 13

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  22. [22] Europäische Kommission, 20.11.2017

    Verordnung (EU) 2017/2158 zur Senkung des Acrylamidgehalts in Lebensmitteln, Anhang II Teil A

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  23. [23] DER SPIEGEL, 23.05.2013

    EU-Kommission zieht Verbot von Olivenöl-Karaffen nach Protesten zurück

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  24. [24] Bundeszentrale für politische Bildung, 2020

    Dolmetscher- und Übersetzerdienst, in: Das Europalexikon, 3. Auflage

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  25. [25] Victor Ginsburgh, Juan D. Moreno-Ternero, 2022

    Brexit and multilingualism in the European Union, Metroeconomica 73(2)

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  26. [26] Europäischer Rechnungshof, 21.11.2006

    Sonderbericht Nr. 9/2006 über Ausgaben für Übersetzungsleistungen bei der Kommission, beim Parlament und beim Rat

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  27. [27] Europäische Kommission, GD Übersetzung, Stand 12.08.2026

    DG Translation in figures

    Amtliche Quelle↑ zurück zum Text

  28. [28] Europäische Kommission, GD Übersetzung, 16.06.2026

    Annual activity report 2025 – Translation

    Amtliche Quelle↑ zurück zum Text

  29. [29] Europäische Kommission

    How is the EU budget prepared?

    Amtliche Quelle↑ zurück zum Text

  30. [30] Wissenschaftlicher Dienst des Europäischen Parlaments (EPRS), 02.06.2021

    National ratification of the Own Resources Decision: Procedure completed on 31 May 2021

    Amtliche Quelle↑ zurück zum Text

  31. [31] Bundesverfassungsgericht, 06.12.2022

    Pressemitteilung Nr. 103/2022 zum Urteil vom 6. Dezember 2022 (2 BvR 547/21, 2 BvR 798/21)

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KORREKTUREN


Korrekturen

Keine Korrekturen seit der Veröffentlichung am 16.10.2026. Jede wesentliche Änderung erscheint hier mit Datum, Grund und altem Wortlaut.

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