ABSTIMMUNGDEUTSCHLAND ENTSCHEIDETFRAGE 13
Soll Deutschland zusätzliche Mittel vorrangig in Polizei, Justiz, Prävention oder Strafvollzug investieren?
Polizei, Gerichte und Gefängnisse sind vor allem Sache der Länder, der Bund zahlt gezielt dazu. Für Vorbeugung gibt es keine amtliche Gesamtzahl. Wohin soll zusätzliches Geld zuerst fließen?
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Teil der Reihe DEUTSCHLAND ENTSCHEIDET: Thema 3: Innere Sicherheit und Rechtsstaat · Ergebnisse ansehen
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Die Fakten
Polizei und Justiz sind überwiegend Sache der Länder. Mitte 2024 arbeiteten bei der Polizei 355.800 Menschen, davon 292.900 bei den Ländern und 62.900 beim Bund. Im Bereich Rechtsschutz, zu dem Gerichte, Staatsanwaltschaften und Justizvollzug gehören, waren es 187.700, davon 181.900 bei den Ländern. [1] Bei der Polizei stieg die Zahl nach vorläufigen Angaben bis Mitte 2025 auf 358.800; 2016 waren es 313.300. [2]
Bund, Länder und Gemeinden gaben 2024 nach vorläufigen Zahlen 70,7 Milliarden Euro für öffentliche Ordnung und Sicherheit aus, das sind 1,6 Prozent der Wirtschaftsleistung. Davon entfielen 32,6 Milliarden auf die Polizei, 16,2 Milliarden auf die Gerichte, 4,3 Milliarden auf Gefängnisse und 13,7 Milliarden auf den Brandschutz. [3] Im Bundeshaushalt 2026 stehen für das Innenministerium 15,76 Milliarden Euro, davon rund 5,1 Milliarden für die Bundespolizei, und für das Justizministerium 1,21 Milliarden Euro. [4][5]
Zu den vier Bereichen je eine Kennzahl: Die Polizei klärte 2025 57,9 Prozent der erfassten Fälle auf. [6] Bei den Staatsanwaltschaften waren Ende 2025 insgesamt 1.091.233 Ermittlungsverfahren offen, so viele wie nie seit Beginn der Zeitreihe 2014. [7] In den Gefängnissen saßen am 31.03.2025 insgesamt 43.971 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte, 2017 waren es 51.643. [8] Für Kriminalprävention weist die Statistik keinen eigenen Betrag aus; das Bundesinnenministerium nennt sie eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der neben der Polizei auch Schulen, Wirtschaft und andere Stellen beteiligt sind. [3][9]
Bund und Länder haben im Juni 2026 vereinbart, dass die Länder 2.000 neue Stellen in der Justiz schaffen; der Bund gibt dafür und für Digitalprojekte bis 2029 insgesamt 450 Millionen Euro dazu. [10]
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Dies ist ein Stimmungsbild unserer Leserinnen und Leser, keine repräsentative Umfrage. Wer abstimmt, entscheidet selbst, ob er teilnimmt. Das Ergebnis sagt deshalb nicht, was alle Menschen in Deutschland denken.
Abstimmen können Sie einmal am Tag, ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse. Dafür merkt sich Ihr Browser den Tag Ihrer Stimme, und je Internetanschluss zählen wir am Tag höchstens 20 Stimmen. Gespeichert wird nur, wie viele Stimmen jede Antwort hat. Wer wie abgestimmt hat, speichern wir nicht.
Während die Abstimmung läuft, zeigen wir nur die Anteile, und zwar ab 50 Stimmen; vorher wäre ein Zwischenstand Zufall. Die Zahl der Stimmen geben wir am Ende der Abstimmung bekannt.
Wer es darauf anlegt, kann die Sperre umgehen, etwa mit einem zweiten Gerät. Ganz ausschließen lässt sich Manipulation bei offenen Online-Abstimmungen nicht.
BELEGE
Quellen
[1] Statistisches Bundesamt
Beschäftigte des öffentlichen Dienstes nach Aufgabenbereichen, 30. Juni 2024Datenportal
[2] Statistisches Bundesamt, 22.06.2026
Entwicklung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes nach ausgewählten AufgabenbereichenDatenportal
[3] Eurostat, 16.09.2026
Ausgaben des Staates nach Aufgaben (COFOG), Deutschland 2024, Bereich öffentliche Ordnung und SicherheitDatenportal
[4] Deutscher Bundestag, 27.11.2025
Bundestag genehmigt 15,76 Milliarden Euro für das InnenministeriumAmtliche Quelle
[5] Deutscher Bundestag, 27.11.2025
Ausgaben von 1,21 Milliarden Euro für das Bundesjustizministerium gebilligtAmtliche Quelle
[6] Bundeskriminalamt, 20.04.2026
Polizeiliche Kriminalstatistik 2025Amtliche Quelle
[7] Statistisches Bundesamt, 28.08.2026
Statistischer Bericht Staatsanwaltschaften 2025, Tabelle 24211-01Datenportal
[8] Statistisches Bundesamt, 21.09.2026
GENESIS-Online, Tabelle 24321-0001: Strafgefangene und SicherungsverwahrteDatenportal
[9] Bundesministerium des Innern
KriminalpräventionAmtliche Quelle
[10] Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 25.06.2026
Pressemitteilung 45/2026: Bund und Länder beschließen neuen „Pakt für den Rechtsstaat“Amtliche Quelle