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ABSTIMMUNGDEUTSCHLAND ENTSCHEIDETFRAGE 7

Welche zusätzlichen Maßnahmen soll Deutschland ergreifen, um unerlaubte Einreisen zu begrenzen?

Die Bundespolizei zählte 2025 62.959 unerlaubte Einreisen, halb so viele wie 2023. Seit 2024 wird an allen Landgrenzen kontrolliert, seit Mai 2025 werden auch Asylsuchende zurückgewiesen. Was soll Deutschland zusätzlich tun?

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Teil der Reihe DEUTSCHLAND ENTSCHEIDET: Thema 2: Migration, Asyl und Integration · Ergebnisse ansehen

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Die Fakten

Die Bundespolizei stellte 2025 62.959 unerlaubte Einreisen fest, 2024 waren es 83.572 und 2023 127.549. Von Januar bis September 2026 waren es 36.523, knapp ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum. [1][2] Vier von fünf unerlaubten Einreisen 2025 fielen an den Landgrenzen zu den Nachbarstaaten auf. An den Außengrenzen der EU zählte die Grenzschutzagentur Frontex 2025 rund ein Viertel weniger unerlaubte Grenzübertritte, von Januar bis August 2026 rund ein Drittel weniger. [3][4] Die Zahl der Asylerstanträge in Deutschland halbierte sich 2025 auf 113.236. [5]

Seit dem 16.09.2024 kontrolliert die Bundespolizei an allen deutschen Landgrenzen. Bei der EU-Kommission angemeldet sind die Kontrollen derzeit bis zum 15.03.2027; Polen kontrolliert seinerseits die Grenze zu Deutschland. [2][6] Seit Mai 2025 weist die Bundespolizei auch Asylsuchende zurück; erkennbar besonders schutzbedürftige Menschen können weiter ins Asylverfahren geleitet werden. Vom 08.05.2025 bis 30.09.2026 wurden an den Landgrenzen 45.427 Menschen zurückgewiesen oder zurückgeschoben, darunter 1.770 Asylsuchende (1.670 zurückgewiesen, 100 zurückgeschoben). [2][3] Das Verwaltungsgericht Berlin hielt im Juni 2025 im Eilverfahren die Zurückweisung von drei Asylsuchenden ohne Dublin-Verfahren für rechtswidrig. [7] Die Bundesregierung hält die Praxis für vereinbar mit europäischem und deutschem Recht; der Europäische Gerichtshof hat darüber noch nicht entschieden. [8]

Nach europäischem Recht dürfen Kontrollen an den Binnengrenzen wegen derselben Bedrohung grundsätzlich höchstens zwei Jahre dauern; in schwerwiegenden, außergewöhnlichen Fällen ist eine Verlängerung um zweimal bis zu sechs Monate möglich, insgesamt höchstens drei Jahre. [9] Die EU-Kommission hat Deutschland im Juni 2026 empfohlen, die Kontrollen schrittweise aufzuheben und zunächst durch Stichproben, Polizeikontrollen im Grenzgebiet und engere Zusammenarbeit mit den Nachbarn zu ersetzen. [10] Seit Juni 2026 werden Menschen, die unerlaubt über eine EU-Außengrenze kommen, dort bis zu sieben Tage überprüft. Seit April 2026 erfasst ein europäisches System vollständig die Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen auf Kurzaufenthalt, mit Fingerabdrücken und Gesichtsbild. [11][12]

Die Kontrollen an den Landgrenzen verursachten bei der Bundespolizei vom 16.09.2024 bis 30.06.2026 einsatzbedingte Mehrkosten von rund 194,7 Millionen Euro, davon 84,4 Millionen rechnerisch für Mehrarbeit. [8] Derzeit sind dafür bis zu 14.000 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Der Polizeibeauftragte des Bundes stellt fest: „Dauerhafter Einsatz großer Kräfteanteile an den Grenzen hat Auswirkungen auf andere Kernaufgaben.“ [13] Wie viel des Rückgangs auf die Kontrollen zurückgeht, ist nicht belegt. Die Bundespolizei nennt als ausschlaggebend die Signalwirkung der Zurückweisungen und den Rückgang der Migration nach Europa; die Kontrollen seien „ein Faktor zur Kontrolle und Begrenzung illegaler Migration“. [3] Die EU-Kommission schreibt den Rückgang nicht allein den deutschen Kontrollen zu. [10]

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagt: „Die Migrationswende wirkt.“ [14] Die AfD fordert, „die Bundesgrenze sofort tatsächlich zu kontrollieren und geltendes Recht korrekt anzuwenden“. [15] Die Grünen wollen die festen Kontrollen beenden und grenzüberschreitende Kriminalität „mit mobilen lageabhängigen Kontrolleinsätzen der Bundespolizei“ bekämpfen. [16] Der Sachverständigenrat für Integration und Migration lehnt Zurückweisungen an der deutschen Grenze ab. [17]

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Wer es darauf anlegt, kann die Sperre umgehen, etwa mit einem zweiten Gerät. Ganz ausschließen lässt sich Manipulation bei offenen Online-Abstimmungen nicht.

BELEGE


Quellen

  1. [1] Bundespolizei, 05.10.2026

    Unerlaubte Einreisen an allen Land-, Luft- und Seegrenzen (Stand: 5. Oktober 2026)

    Amtliche Quelle

  2. [2] Bundespolizei, 05.10.2026

    Pressemitteilung vom 5. Oktober 2026: Unerlaubte Einreisen an allen Land-, Luft- und Seegrenzen

    Amtliche Quelle

  3. [3] Bundespolizei, 09.07.2026

    Jahresbericht 2025

    Amtliche Quelle

  4. [4] Frontex, 11.09.2026

    Irregular border crossings into the EU down 1/3 in first 8 months of 2026

    Amtliche Quelle

  5. [5] Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 2026

    Aktuelle Zahlen, Ausgabe Dezember 2025

    Datenportal

  6. [6] Europäische Kommission, abgerufen 13.10.2026

    Temporary Reintroduction of Border Control (Übersicht der Anmeldungen)

    Amtliche Quelle

  7. [7] Verwaltungsgericht Berlin, 02.06.2025

    Pressemitteilung 32/2025: Zurückweisungen bei Grenzkontrollen sind rechtswidrig

    Amtliche Quelle

  8. [8] Bundesregierung, 28.08.2026

    Antwort „Zurückweisungen an den Binnengrenzen im ersten Halbjahr 2026“, Drucksache 21/7782

    Amtliche Quelle

  9. [9] Europäische Union, 13.06.2024

    Verordnung (EU) 2024/1717 zur Änderung des Schengener Grenzkodex, Artikel 25a

    Amtliche Quelle

  10. [10] Europäische Kommission, 02.06.2026

    Stellungnahme C(2026) 3557 zu den Kontrollen an den deutschen Binnengrenzen

    Amtliche Quelle

  11. [11] Europäische Union, 14.05.2024

    Verordnung (EU) 2024/1356 zur Überprüfung von Drittstaatsangehörigen an den Außengrenzen (Screening-Verordnung)

    Amtliche Quelle

  12. [12] Europäische Kommission, abgerufen 13.10.2026

    Entry-Exit System

    Amtliche Quelle

  13. [13] Polizeibeauftragter des Bundes, 07.07.2026

    Schwerpunkte des Tätigkeitsberichts 2025/2026 (zu Drucksache 21/6850)

    Institut oder Körperschaft

  14. [14] Deutscher Bundestag, 14.01.2026

    Plenarprotokoll 21/52, S. 6179

    Amtliche Quelle

  15. [15] Deutscher Bundestag, Fraktion der AfD, 24.02.2026

    Antrag „Effektive Kontrollen und Zurückweisungen an der Grenze durch Schaffung einer sicheren Rechtsgrundlage“, Drucksache 21/4274

    Amtliche Quelle

  16. [16] Deutscher Bundestag, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, 05.05.2026

    Antrag „Rechtsstaatlichkeit wieder garantieren – Rechtswidrige Zurückweisungen stoppen, Binnengrenzkontrollen beenden“, Drucksache 21/5751

    Amtliche Quelle

  17. [17] Sachverständigenrat für Integration und Migration, abgerufen 13.10.2026

    Themenseite Flucht

    Institut oder Körperschaft